Wobei soll Personzentrierte Beratung Menschen unterstützen?

Personzentrierte Beratung nach Rogers sollte Menschen dort unterstützen, wo es für diese als hilfreich erlebt wird.

Worin liegt der Beratungsbedarf in Bezug auf Trennung und Scheidung bei meinen Klienten?

Der Beratungsbedarf bei Trennung und Scheidung , so die Erfahrung mit meinen Klienten, besteht häufig in der Bewältigung der Situation in ihrer Gesamtheit und ihren komplexen Bezügen. 

Neben der emotionalen Problematik gehören im Gesamtbereich finanzielle und rechtliche Aspekte sowie die Gestaltung einer neuen Lebenssituation mit neuen Aufgaben und Rollen.

Es geht darum, Bewältigungskompetenzen aufzubauen, sich Handlungsspielräume und Ressourcen zu erschließen sowie nachhaltige und stimmige Entscheidungen anzubahnen und Lebensperspektiven zu gewinnen.

Plädoyer für ein erweitertes Verständnis personzentrierter Scheidungsberatung

Angebote, die schwerpunktmäßig die „äußeren Faktoren“ im Fokus haben (z.B. Steuerberater, Rechtsanwalt), können keine personzentrierte Beschäftigung mit den Rahmenbedingungen ersetzen, da sie zwar Fakten klären, aber keinen Bezug zu Ihren Bedürfnissen herstellen können. 

Umgekehrt gilt für die rein psychotherapeutischen Angebote, dass diese schwerpunktmäßig bestimmte Aspekte der seelischen Gesundheit in den Mittelpunkt rücken.

Viele dieser genannten Angebote sind sicher wichtig und gut, können aber meines Erachtens in ihrer Spezialisierung und isoliert der Komplexität der Sache nicht gerecht werden. Daher macht es Sinn, eine ganzheitliche Beratung anzubieten und anzunehmen. Selbstverständlich bin ich auch bereit, mit o.g. Experten in Ihrem Sinne zu kooperieren.

Nur dann, so meine Hypothese, wenn es gelingt, diese Passung zwischen Person und Situation zu gestalten  (auch als Kongruenz bezeichnet) kann zugleich Wohlbefinden, Gesundheit und Handlungsfähigkeit gefördert werden. Das wiederum ist die Basis, um Trennung und Scheidung proaktiv zu gestalten und sich neu orientieren zu können.